1. Mannschaft|07.04.2026
Erneutes Remis in Hauzenberg
Erneutes Remis in Hauzenberg
Kilian Pittrich rettet mit seinem Kopfballtreffer in der 74. Minute einen Punkt im Sportstadion Hauzenberg. 1:1 am Ende — und das fühlt sich wie das dritte Mal hintereinander nicht wie ein Gewinn an.
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## Erschwerte Bedingungen von der ersten Minute an
Trainer Christoph Rech musste beim Gastspiel im niederbayerischen Hauzenberg schon vor dem Anpfiff umplanen. Stammkeeper Leo Leimeister war kurzfristig ausgefallen, Kapitän Maximilian Holdenrieder rückte kurzerhand als Ersatztorwart auf die Bank. Rech schickte stattdessen Neuzugang Max Fuchs ins Tor — dessen Bayernliga-Debüt im TSV-Dress begann damit denkbar unruhig. Die Startelf: Fuchs; Fippl, Bettrich, Abazi, Berwein, Seemüller, Alisanovic, Pittrich, Reich, Mulas, Tosun.
Das Resultat war eine Mannschaft, die sich erstmal sortieren musste — und das gegen einen Gegner, der tief steht und auf seine Momente wartet.
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## Ein Gegentor, das keines sein wollte
Minute 12. Florian Seibold schlägt eine Flanke in den Strafraum — und die Kugel landet irgendwie, etwas abgefälscht, im Landsberger Netz. Kein richtiger Torschuss, kein sauber herausgespielter Angriff. „Das war gar kein richtiger Torschuss, sondern eine Flanke, die irgendwie hinten reingefallen ist", sagte Rech nach dem Spiel.
Die erste halbe Stunde gehörte Hauzenberg. Nicht wegen Überlegenheit, sondern weil Landsberg das Spiel noch nicht gefunden hatte. Erst nach einer taktischen Anpassung von der Seitenlinie zog Landsberg das Tempo an. Mehrmals standen die Jungs fast freistehend vor Keeper Christoph Obermüller — doch der war nicht zu bezwingen. „Momentan machen die gegnerischen Torhüter gegen uns immer ihr Spiel des Jahres", so Rech lakonisch. So ging es mit 0:1 in die Kabine.
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## Pittrich erlöst — aber der Siegtreffer fehlt
Trainer Chris Rech reagierte zur Halbzeit. Mit Daniele Sgodzaj und Fares Ibrahim kamen zwei offensive Kräfte, die frischen Schwung bringen sollten. Landsberg drückte, kombinierte, suchte den Weg zum Tor.
Den Ausgleich erzielte dann ausgerechnet ein Abwehrspieler. 74. Minute: Ecke für Landsberg, der Ball segelt in den Strafraum — und Kilian Pittrich drückt die Kugel zum 1:1 rein.
Danach wollte Landsberg mehr. Das Pressing wurde intensiver, die Angriffe häufiger. Aber genau das öffnete Räume für die Hauzenberger Konter, die plötzlich gefährlich wurden. Der Siegtreffer fiel auf keiner Seite — in der sechsminütigen Nachspielzeit kassierten noch Tosun und Reich je eine Gelbe Karte, bevor Schiedsrichter Felix Scharf abpfiff.
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## Die Tore
**0:1 — Florian Seibold (12.):** Eine Hereingabe von der rechten Seite, mehr Flanke als Schuss — und der Ball trudelt unhaltbar ins lange Eck. Kein Abschluss, einfach unglücklich.
**1:1 — Kilian Pittrich (74.):** Ecke für Landsberg. Der Ball kommt flach-scharf rein, Pittrich lauert am zweiten Pfosten und drückt ihn aus kurzer Distanz über die Linie. Abgeklärt. Wichtig.
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## Stimmen zum Spiel
Trainer Christoph Rech analysierte nüchtern: „Wir mussten mit einem Rückstand in die Kabine und wussten eigentlich gar nicht, warum." Den Auftritt seines Debütanten im Tor lobte er trotzdem ausdrücklich: „Er hatte nicht viel zu tun, war aber sicher in seinen Aktionen."
Den Chancenwucher sprach er direkt an, ohne die Mannschaft in Schutz zu nehmen: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, außer dass wir momentan zu viele Chancen liegen lassen."
Und zum Blick auf die Tabelle? Rech bleibt gelassen: „Es sind noch 18 Punkte zu vergeben und wir spielen ja auch noch zu Hause gegen die Löwen."